Räuchern von Kräutern

Räuchern ist mehr als nur Spiritualität und Religion: Die Kraft des Räucherns

Du wolltest schon immer mal wissen was Wurst und Spiritualität gemeinsam haben?

Here we go.. Räuchern ist das Stichwort. Die einen verbinden es mit spirituellen Ritualen, Hokuspokus und Religionen, die anderen mit einem Barbecue Smoker Grill. Das Räuchern von Kräutern hat allerdings einen anderen Hintergrund als das Fleisch, Fisch oder Käse räuchern. Bei den Nahrungsmitteln beeinflusst das Räuchern den Geschmack der Lebensmittel und macht sie länger haltbar. Aber welchen Sinn hat das spirituelle Rauchen und wo findet es seinen Ursprung?

Ursprünge des Räucherns: Von alten Bräuchen bis zur modernen Praxis

Es sind nicht die religiösen Zeremonien, denen das Räuchern entstammt, tatsächlich entsteht bereits in der Steinzeit eine Räucherkultur. Demnach ist Räuchern so alt wie das Feuer und wurde damals schon benutzt, um die Gerüche und Atmosphäre in Räumen positiv zu beeinflussen.

Im Mittelalter hingegen wurde Bernstein verräuchert, um bei Nierensteinen und Epilepsie zu helfen. Auch im antiken Griechenland wurden schon für heilende Zwecke geräuchert. In vielen Hochkulturen, Religionen und in der chinesischen Medizin ist die Verräucherung von Kräutern und Harzen ein fester Bestandteil.

Heute zeigen Forschungen, dass die Auswirkungen von Räuchern auf den Riechsinn zurückgeführt werden können, denn dieser hat Einfluss auf die Gefühle, Erinnerungen und das vegetative Nervensystem, das den Herzschlag reguliert und Prozesse wie die Atmung regelt.

So wurde über Jahrzehnte Wissen über die Düfte und Wirkungen angesammelt und mündlich überliefert. Von Steinzeitmenschen, die zufällig Hölzer und Kräuter ins Feuer warfen, über Menschen im alten Ägypten, bis hin zu den Römern, bei denen Räuchern ein religiöser Bestandteil für Botschaften und zu Ehren der Götter war.

Die Kraft des Räucherns: Positive Energien und spirituelle Reinigung

Während das Räuchern seit der Steinzeit für zeremonielle, heilende oder rituale Zwecke eingesetzt wird, kommt Räuchern langsam auch wieder bei uns im Alltag an und wird immer beliebter. Räuchern soll nämlich für positive Energien sorgen. So etwa nach einem Umzug oder als Symbol für einen Neustart. Auch wird es genutzt, um Räume zu reinigen und die Stimmung durch den Duft zu beeinflussen. So kann uns räuchern auch unterstützen zur Ruhe zu kommen und Entspannung zu finden.

Beim Praktizieren von Yoga und bei Meditationen kann das Räuchern für eine angenehmere Atmosphäre sorgen, dies kann sogar in Kombination mit der bewussten Atmung die Wahrnehmungsfähigkeit steigern. Auch beim Tagebuch schreiben, zeichnen oder malen kann der Geruch der verbrennenden Kräuter für entspannte Stimmung und wohlige Atmosphäre sorgen.

Räuchern im Alltag: Praktische Anwendungen und Tipps

Es gibt beliebig viele Kräuter und Harze, die die unterschiedlichsten Wirkungen auf uns haben können. Zum Beispiel können Minze und Thymian die Atemwege frei machen, Johannesbärkraut fördert den Schlaf und Wachholder hilft bei schmerzenden Gelenken. Such dir Kräuter aus von denen du denkst, dass sie zu dir passen, und probiere es einfach mal aus! Am besten nimmst du dazu eine Schale die mit ein bisschen Sand gefüllt als Räucheruntergrund dient. Um dein Räucherwerk anzuzünden, nutze lange Streichhölzer und halte das Bündel immer über der Schale.

Räucherbündel aus Bio-Kräutern

Die 12 Rauhnächte und ihre Bedeutung im Räucherritual

Wie bereits beschrieben stammt die Tradition des Räucherns aus alten Bräuchen und Ritualen. Vor allem die 12 Rauhnächte sind für Räucherrituale besonders beliebt. Da in die Rituale in diesen Nächten besonders wirkungs- und kraftvoll sind. Je nach Tradition beginnen die Rauhnächte um die Wintersonnenwende, also dem kürzesten Tag des Jahres (2023 ist das der 22.12.2023) oder an Heiligabend - dem 24.12. eines jeden Jahres. Demnach enden die Rauhnächte, je nach gelebter Tradition am 01. Januar oder 06. Januar.

Zwar konnte nicht alles über die alten Traditionen perfekt überliefert werden, da schriftliche Aufzeichnungen erst später stattfanden und zunächst alles mündlich überliefert wurde. Dennoch kann davon ausgegangen werden, dass durch das Räuchern in den Rauhnächten böse Geister und Energien vertrieben werden sollen und gute Energien und Geister begrüßt werden, um sein zu Hause zu reinigen. Besonders wichtig ist hierbei, dass der Rauch in jede Ecke eines Zimmers kommt, um wirklich den Sinn des Räucherns zu nutzen.

Die 12 Rauhnächte werden dazu genutzt, um Wünsche zu festigen und um die Zukunft vorherzusagen. So steht jeweils eine der Rauhnächte für einen Monat des folgenden Jahres. Einem Ritual nach soll demnach das Wetter in der ersten Rauhnacht das Wetter für den Januar vorhersagen und auch ein Traum, in beispielsweise der dritten Rauhnacht, soll wegweisend für den März sein. Deshalb lohnt sich das Tagebuch schreiben an den Morgen nach einer Rauhnacht besonders, um Träume zu notieren und im kommenden Jahr immer mal wieder die Notizen rausholen.

Das Räucherritual der 13 Wünsche: Ein spiritueller Weg zur Selbstverwirklichung

Ein weiteres Ritual, welches wir nicht unerwähnt bleiben lassen wollen, ist das Ritual, in dem zu Beginn der Rauhnächte 13 Wünsche auf Zettelchen notiert werden und zunächst in einem Glas oder Box aufbewahrt werden. Ab der ersten Rauhnacht wird jeden Abend ein Zettelchen gezogen und ohne es zu lesen im Feuer verbrannt. Bei den Wünschen, die in den 12 Rauhnächten verbrannt werden, kannst du großes Vertrauen haben, dass sich höhere Mächte um die Erfüllung deiner Wünsche kümmern. Der 13. Wunsch bleibt am Ende übrig und ist somit der Wunsch, um dessen Erfüllung du dich selbst kümmern darfst.

Folgende Fragen kannst du gerne als Inspiration für deine Wünsche nehmen:

  • Was ist mir fürs wichtig?
  • Was würde mich nächstes Jahr glücklich machen?
  • Was liegt mir besonders am Herzen?
  • Was möchte ich für mein Ego erreichen?
  • Was wünsche ich mir im Hinblick auf meine Mitmenschen und Umwelt gutes?

Räuchern ist nichts für dich? Vielleicht findest du dein eigenes Ritual für die Rauhnächte. Lass dich gerne von unseren anderen Blogartikeln über Achtsamkeitsübungen oder Waldbaden inspirieren. Teile uns gerne mit, ob du bereits Rauhnächte Rituale hast oder ob du dir andere Ideen gemacht hast. 😊

Was sind deine Tipps fürs Räuchern? Schreib uns in die Kommentare, was du dazu denkst! Spiritueller Mist oder eine nette symbolische Gewohnheit?

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Quellen:

  • BR (2022). Räuchern mit heimischen Kräuternonline verfügbarhier
  • Gies, S. (2023). Beginn der Rauhnächte am 21. Dezember oder 24. Dezember 2023, online verfügbar: hier
  • Räucherwek Ratgeber (o.J.). Die Geschichte des Räucherns, online verfügbar: hier

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