Achtsam nachhaltig - wieso, weshalb, warum

Zwei Trendbegriffe die vielleicht die Welt retten könnten

Trendbegriffe kommen und gehen – meinen die Einen. Die Trendbegriffe Nachhaltigkeit und Achtsamkeit sind allerdings nicht nur Begriffe, sondern gehen moderne Lebenseinstellungen und -Stile mit einher, die insoweit positiv beeinflussen können, Verantwortung für sich selbst, für andere und für die Umwelt zu übernehmen. In diesem Artikel erfährst du, wie Achtsamkeit und Nachhaltigkeit zusammenpassen. Zunächst greifen wir den aktuellen Forschungsstand auf und inwieweit mehr Achtsamkeit im Alltag nachhaltiges Tun und Handeln beeinflusst. Zum Schluss kommen wir zu unserer eigenen Erfahrung mit den Themen und erläutern, warum unsere Unternehmenskultur achtsames und nachhaltiges Handeln auf jeder Ebene des Wirtschaften, Kommunizieren und Entscheidens allumfassend etabliert.

Wie gehören Achtsamkeit und Nachhaltigkeit zusammen?

Um das zu verstehen, müssen die beiden Begriffe erst mal definiert werden.

Achtsamkeit

Achtsamkeit beschreibt das Leben im Hier und Jetzt, ein Leben indem jeder Moment bewusst wahrgenommen wird ohne Gedanken, Situationen, Träume zu bewerten.

Erfahre hier, wie du Achtsamkeit im Alltag mit verschiedenen Übungen praktizieren kannst.

Nachhaltigkeit

Die dauerhafte Entwicklung den Planeten Erde für gegenwärtige und zukünftige Generationen lebenswert zu gestalten, indem Ressourcen geschont und Ökosysteme geschützt werden.

Achtsam gestaltet, achtsam geschont und achtsam geschützt. Das verbindet die beiden Trendbegriffe, zumindest in der Theorie. Inwiefern sich ein achtsamer Lebensstil auf Nachhaltigkeit positiv auswirkt, wird in immer mehr Studien thematisiert. Bevor wir zu der Studienlage kommen, ist es noch wichtig einen weiteren Begriff zu definieren, das Attitude-Behaviour-Gap.

Ted Mosby würde sagen “Nur der Wille zählt”.

Die Einstellungs-Verhaltens-Lücke (zu deutsch) beschreibt in der Sozialforschung die Tatsache, dass Menschen, die vorhaben nachhaltiger zu leben und ihr Konsumverhalten anzupassen, diese vorgenommene Einstellung aber nicht in ihr tatsächliches Konsumverhalten umsetzen.

In der nachhaltigen Sozialforschung nimmt diese Lücke viel Raum ein, weshalb in dieser Verbindung auch über die Themen Achtsamkeit im Alltag und den Einfluss eines achtsamen Lebensstils auf das Schließen der Lücke geforscht wird. In den letzten Jahren haben die Forschungen auf dem Gebiet der Achtsamkeit generell zugenommen. Vor allem wird in Bezug auf die körperliche & psychische Gesundheit geforscht. Ebenfalls nimmt die Achtsamkeitsforschung im Bereich des Arbeitskontextes eine große Rolle ein und in der Sozialforschung im Hinblick auf prosoziales und moralisches Verhalten.

Insgesamt steckt die Forschung noch in den Kinderschuhen, weil die Vergleichbarkeit unter den Studien nicht immer gewährleistet werden kann, da unterschiedliche Achtsamkeits- oder Meditationspraktiken angewendet wurden und der Begriff Achtsamkeit wegen seiner Vieldeutigkeit nicht immer gleich definiert wurde.

Im Zusammenhang mit der Einstellungs-Verhaltens-Lücke stellte die Forschung von Sonja M. Geiger und Weiteren (2018) nur einen indirekten Zusammenhang zwischen Achtsamkeit und nachhaltigen Konsum fest. Indirekt deshalb, weil im Rahmen der Studie festgestellt werden konnte, dass die Probandengruppe, die durch gezielte, tägliche Meditation Achtsamkeit in ihrem Alltag etablierten, die innere Haltung gegenüber Konsum geändert haben. So waren die Probanden der Gruppe in der meditiert wurde, nach der Studie weniger an materiellen Dingen interessiert. Das Konsumverhalten, wir erinnern uns an das Attitude Behaviour Gap, änderte sich allerdings nicht.

Eine weitere Forschung von Christine Wamsler und Ebba Brink (2018) fanden heraus, dass die individuelle Achtsamkeit eines Einzelnen für eine erhöhte Motivationen sorgen kann, Maßnahmen zum Klimaschutz zu ergreifen und zu unterstützen. Auch fanden sie heraus, dass eine erhöhte Achtsamkeit die Risikowahrnehmung also die „Anerkennung des Klimawandels“ erhöht und Menschen von einem fatalistischen Verhalten abbringen kann.

Das geht soweit doch schon mal in eine hoffnungsvolle Richtung. Ob Achtsamkeit den kulturellen Wandel den der Klimawandel erfordert unterstützen wird, bleibt abzuwarten. Wir halten für euch die Augen und Ohren offen!

Warum für uns nachhaltiges Leben mit Achtsamkeit einhergeht

Was unsere Erfahrung mit diesen beiden Themenbereichen betrifft, können wir für uns selbst bestätigen, dass beide Lebenseinstellungen sich gegenseitig beflügeln konnten. In unserem Falle verhält es sich so, dass wir schon länger eine nachhaltige Grundeinstellung besitzen und diese auch in unserem tatsächlichen Konsumverhalten umsetzen.

Irgendwann wurden wir achtsamer mit uns selbst und anderen und merkten, dass es uns noch „leichter fiel“ nachhaltiges Handeln in die Tat umzusetzen. Da zu einem die achtsame Seite in uns die Dinge von alleine hinterfragt und wir uns immer bemühen das große Ganze zu sehen. Zudem verstärken wir so auch unsere Kreativität beim Konsum und unserer Bereitschaft beim Einkaufen nicht den Weg des geringsten Widerstands zu gehen, sondern abzuwägen, zu priorisieren und auszusortieren.

Das bedeutet, dass wir uns Gedanken machen, wobei wir sparen können, um möglichst Bio, regional und mit wenig Verpackungen einkaufen zu können. Zum Beispiel kaufen wir sehr selten Fleisch, Süßigkeiten, Fast Food und Softdrinks und Schnick Schnack – mal fern von Essen – so gut wie nie. Dafür machen wir sehr viel selbst, wie zum Beispiel: Teig, Desserts & Kuchen, Limonaden, Müsli(-Riegel), Dips & Brotaufstriche, Soßen, Pommes. Hierdurch sparen wir konsequent die überteuerten und in Plastik abgepackten Produkte ein. Soviel zu der Grundlage unseres achtsamen und nachhaltigen Lebensmitteleinkauf. Wenn euch das näher interessiert – machen wir hierrüber gerne einen eignen Blog-Beitrag. Schreibt es gerne in die Kommentare!

Natürlich kaufen wir auch ab und an mal Schokolade, Chips und andere plastikverpackte Produkte ein, aber es macht uns stolz, dass es immer weniger wird. Wir sind dankbar, dass der Markt für Nachhaltigkeit immer mehr Möglichkeiten öffnet und dass wir in der privilegierten Lage sind uns das leisten zu können. Denn natürlich es nicht selbstverständlich überhaupt die Wahl zu haben.

Darum haben wir achtsam nachhaltig gegründet

Die Symbiose aus Achtsamkeit und Nachhaltigkeit, die bei uns stattgefunden hat, brachte uns auch dazu nachhaltig und achtsam zu Gründen, was uns sehr dankbar macht. Denn jetzt wissen wir, dass wir Teil eines weiteren Unternehmens sind, dass nicht den Weg des geringsten Widerstands geht. Für uns war der Gedanke "es besser, transparenter, ehrlicher und ohne Ausreden nachhaltig zu sein" der Antrieb für unsere nachhaltige Gründung. Unsere Achtsamkeit macht es uns leicht unsere Werte im Less Onlineshop zu etablieren und nach außen zu tragen.

Nachhaltig leben ist nicht immer rosig, manchmal fühlt man sich als Außenseiter oder Klugscheißer. Oft ist man genervt von anderen Unternehmen, wegen maßloser Greenwashing-Aktivitäten und noch öfter von der Politik.

Aber der Sinn des Lebens ist es glücklich zu sein. Und was macht glücklicher als zu wissen, dass man mit seiner Verhaltensweise dem Planeten Erde, seinen Mitmenschen und allen Lebewesen etwas Gutes tut. Wie siehst du das? Schreib es gerne in die Kommentare oder lass uns eine persönliche Nachricht da!

Dein Team

vom Less Onlineshop  

 

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Quellen:

Brink, E./Wamsler, C (2018): Mindsets for Sustainability: Exploring the Link Between Mindfulness and Sustainable Climate Adaptation, online verfügbar: hier.

Geiger, S.M./Grossmann, P./Schrader, U. (2018) Mindfulness and sustainability: Correlation or causation? Current Opinion in Psychology, online verfügbar: hier.

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