Mülltrennung leicht gemacht: Alles was du wissen musst

Recycling beginnt zu Hause

Wir Deutsche sind für einiges bekannt, unser Pfandsystem, deutsche Pünktlichkeit, die komplizierte Grammatik und unseren siebten Sinn für Ordnung. Was uns zudem noch eingefallen ist und wo es vielleicht noch die ein oder andere Wissenslücke zu gibt, ist das Thema des heutigen Blogs – Mülltrennung.

Auch wir haben beim Verfassen der nachstehenden Zeilen noch das ein oder andere dazu gelernt, um den Müll in den eigenen vier Wänden wirklich richtig zu trennen und möchten euch dieses neue Wissen keineswegs vorenthalten.

Viel Spaß beim Lesen! Schreibt gerne in die Kommentare, ob wir was vergessen haben oder ob ihr etwas vielleicht gar nicht wusstet.

Die gelbe Tonne und ihre Besonderheiten

Allgemein ist bekannt, was alles in die gelbe Tonne gehört, dazu gehören Leichtverpackungen und leere Dosen, sowie kleinteilige Metalle wie zum Beispiel Aluminium.

Davon abzugrenzen sind Materialien, die anders entsorgt werden müssen und dennoch häufig in der gelben Tonne landen. Dazu gehören beispielsweise Klebebänder oder kleine Gebrauchtgegenstände, sowie Klarsichtfolien. Diese Materialien gehören in den Restmüll, um richtig entsorgt zu werden.

Große Verpackungen oder große Mengen von zum Beispiel Styropor, Kanister oder Hartplastik sollten zum Wertstoffhof eurer Stadt gebracht werden, um umweltgerecht entsorgt zu werden. Da Ihr zumindest gedanklich jetzt schon vor Ort seid, könnt ihr auch direkt gebrauchte Lack-, Öl- und Spraydosen in der Problemstoffsammlung des Wertstoffhofs abgeben.

Um noch einen weiteren kleinen Beitrag beim Müll trennen zu leisten, kommen wir nun zu der Besonderheit der gelben Tonne. Es ist wichtig darauf zu achten, beispielsweise den Foliendeckel (Aluminium) eines Frischkäses vom Gefäß (Kunststoff) abzutrennen, da es sich dabei um verschiedene Materialien handelt. Die Sortiermaschinen können zusammenhängende, unterschiedliche Materialien nicht immer trennen. Das führt dazu, dass solcher Müll dann nicht recycelt werden kann.

Die grüne Tonne und der typische Fehler

Bei der grünen Tonne verhält es sich in Bezug auf, was darf rein und was nicht, deutlich einfacher. Produkte oder Verpackungen die zu 100% aus Papier bestehen, gehören in die grüne Tonne. Ebenso auch Kuverts mit Sichtfenster, diese werden nämlich beim Papier-Recycling Prozess mit aufgeweicht und schwimmen oben, während der schwere Papierbrei absinkt.

Die Sichtfenster der Kuverts sind eine Ausnahme. Denn es gibt Müll der aus mehreren Materialien besteht und somit nicht in die grüne Tonne gehören. Und hier ist ein typischer Fehler, denn dazu zählen Taschentücher, Feuchttücher, weiße Kassenbons und Fotos, diese Sachen gehören in den Restmüll. Tetra Paks wie Milch oder Kakao gehören trotz Ihres Papieranteils in die gelbe Tonne. Auch Pizzakartons mit Essensresten gehören nicht in die grüne, sondern in die graue Tonne.

Der Restmüll als graue Maus

Die graue Tonne, also unsere Restmüll Tonne, ist der Waschbär unter den Mülltonnen. Sie kann fast alles vertragen und ist trotz des grauen Abendkleids der Star unter den Tonnen. Die graue Tonne ist für unseren Restmüll bestimmt und sollte ungefährliche, nicht recyclebare und nicht kompostierbarem Müll Platz bieten.

Materialien mit gefährlichen Inhaltsstoffen wie Spraydosen, Möbel oder Elektrogeräte sollten auch zum Wertstoffhof eurer Stadt gebracht werden. Alternativ bieten viele Städte auch an den Sperrmüll und defekte Elektrogeräte bei euch abzuholen. Dafür müsst Ihr euch bei eurer Stadt informieren, in der Regel kann man die Termine online einsehen und sich für die kommenden Sperrmüllfahrten anmelden.

Der wichtigste Punkt beim Restmüll entsorgen ist das unter keinen Umständen Batterien, Akkus und auf gar keinen Fall Lithium-Ionen-Akkus in den Restmüll gelangen. Dieses Problem gilt es zu lösen, denn weggeworfene Akkus stellen eine sehr große Brandgefahr da und sorgen immer wieder für Brände in den Müllwagen und auf Mülldeponien. Beim Müllwagen wird der Müll in aller Regel direkt beim Entleeren der Tonne gepresst, um möglichst viel Müll mitnehmen zu können. Durch den hohen Druck der Presse können sich auch tiefenentladene Akkus noch entzünden und blitzschnell anderen Müll entflammen. Für Akkus und Batterien gibt es mittlerweile in vielen Eingangsbereichen von Supermärkten Sammelboxen, um die Entsorgung zu erleichtern. Alternativ kann man auch zuhause sammeln und die gesammelten Batterien mit dem nächsten großen Grünschnitt zum Wertstoffhof bringen.

Glascontainer - Scherben bringen bekanntlich Glück

Bei der Auswahl des richtigen Glascontainers empfiehlt es sich an die Komplementärfarben aus dem Kunstunterricht zurückzudenken. Es gibt in der Regel drei Glascontainer mit den Farben Braun, Weiß und Grün.

Blau- und Gelbglas gehört dann in welchen Container? Richtig, aufgrund dessen, dass diese beiden Farben grün ergeben - in den Grün Glas Container!

Bei braunem und weißem Glas ist es wichtig, darauf zu achten, dass das Glas farbenrein sortiert wird, da die Qualität des recycelten Glases sonst leidet. Ebenso wichtig ist es, den Deckel der jeweiligen Flasche zu entfernen damit kein Metall in die Glascontainer gelangt. Die Deckel gehören in die oben bereits beschriebene gelbe Tonne.

Wissen to Go – Nice to know

An dieser Stelle möchten wir euch noch ein paar Beispiele von typischen Gedankenfehlern liefern, die auch uns früher unterlaufen sind.

  • Hundekotbeutel inkl. Inhalt -> Restmüll
  • Pizzakartons -> Restmüll
  • Genutztes Backpapier -> Restmüll

Ähnlich verhält es sich mit den folgenden Produkten, die aufgrund Ihres Materials häufig fälschlicherweise der gelben Tonne zugeordnet werden:

  • Planschbecken -> Restmüll
  • Kunststoffspielzeug -> Restmüll
  • Metallhüllen von Teelichtern -> Restmüll
  • Zahnbürsten -> Restmüll
  • CD, DVD & Batterien -> sammeln und zum Wertstoffhof

Fazit

Zusammenfassend kann man sagen, dass wir problemlos unseren Müll entsorgen können und wenn wir dabei auf ein, zwei Kleinigkeiten achten, können wir gemeinsam die Recyclingquote erhöhen und Materialien durch eine korrekt vollzogene Kreislaufwirtschaft bestmöglich wieder in den Kreislauf integrieren.

Also denkt dran:

  • Grün Tonne: Altpapier, Papier, Papierverpackungen, Briefumschläge
  • Gelbe Tonne: Leichtverpackungen, kleine Aluminiumdeckel, Styropor
  • Glascontainer: Blau- und Gelbglas in Grün, Braun und Weißglas strickt trennen
  • Restmüll Tonne: ungefährliche & nicht recyclingfähige Produkte und Materialien und auf keinen Fall Akkus oder Batterien.

Wie oben bereits erwähnt, gilt es dieses Problem zu lösen. Aktuell geht der Ansatz dahin, dass ein Pfandsystem wie bei PET-Flaschen für den Endverbraucher den größten Anreiz darstellt, um Akkus korrekt zu entsorgen.

Wie würdet Ihr die Sache angehen? Ein bundesweites Pfandsystem für Akkus und Batterien oder Strafzahlungen für Menschen die Ihren Müll falsch entsorgen? Des Weiteren gelangt ihr hier zum Blogartikel über Biomüll! Lasst es uns wissen und schreibt es in die Kommentare! 

Abschließend möchten wir uns für eure Aufmerksamkeit und das Lesen bis zum Schluss bedanken, um gemeinsam jeden Tag einen kleinen Beitrag zu leisten.

Dein Team

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Quellen

MDR (2023): Brennende Müllautos: Stadtwerke Erfurt fordern Pfandpflicht für Lithium-Akkus, online verfügbar: hier

Utopia (2024): Briefumschläge mit Fenster entsorgen: Papiermüll oder Restmüll?, online verfügbar: hier

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