Waldbaden: Vorteile und Tipps zum ausprobieren

Warum sich ein Aufenthalt im Wald positiv auf unser Wohlbefinden auswirken kann

Das frische Luft gut tut, soweit so gut. Auch, dass ein Waldspaziergang gut tut und entspannend ist, ist den meisten bekannt. Aber wissen wir auch, wie wertvoll Waldbaden für uns sein kann? Wir Europäer nicht unbedingt. Denn europäische Studien beschränken sich auf die Auswirkungen von Begrünung im urbanen Raum oder Wohnorte in Grünflächennähe. Diese zeigen zumindest, dass sich insbesondere ein hoher Anteil des Baumbestands in Städten positiv auf das Wohlergehen auswirken kann.

Die Japaner allerdings forschten bereits 1982 zu den positiven Auswirkungen von Waldbaden auf die Gesundheit und nutzen die Methode Shinrin Yoku (übersetzt Waldbaden) bereits seit Jahrzehnten zur Gesundheitsprävention.

Pilze im Wald als Symbol für achtsames Waldbaden

Die Shinrin Yoku Methode und ihre regenerierenden Effekte

Was ist Waldbaden überhaupt? Beim Waldbaden geht es tatsächlich darum, in der Waldluft zu „baden“, indem die Natur und ihre positiven Einflüsse auf den menschlichen Körper und Geist bewusst wahrgenommen werden.

Shinrin Yoku ist eine japanische Naturtherapie, nach der ein Aufenthalt im Wald kann sich positiv auf unser Wohlbefinden aus verschiedenen Gründen auswirken:

  1. Frische Luft: Der Wald bietet eine saubere und frische Luft, die reich an Sauerstoff ist, was dazu beiträgt, die Lungen zu stärken und die Atemwege zu klären.
  2. Stressreduktion: Der Anblick von Bäumen, das Rauschen der Blätter im Wind und die allgemeine Ruhe des Waldes können Stress abbauen und die Entspannung fördern.
  3. Immunsystemstärkung: Der Kontakt mit der Natur und den darin lebenden Organismen kann das Immunsystem stimulieren und die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten erhöhen.
  4. Beruhigung der Nerven: Die ruhige und friedliche Umgebung des Waldes kann dazu beitragen, die Nerven zu beruhigen und den Blutdruck zu senken.
  5. Sinneserfahrungen: Der Wald bietet eine Fülle von Sinneserfahrungen, einschließlich der Geräusche der Natur, der Textur von Baumrinden und Blättern, der Düfte der Pflanzen und der Farben der Umgebung. Diese Sinneserfahrungen können die Wahrnehmung schärfen und das Wohlbefinden steigern.
In Japan ist Waldbaden bereits eine anerkannte Therapieform, inklusive Waldbaden auf Arztrezept.

    Heutzutage ist die mentale Gesundheit ein wichtiges und immer präsenter werdendes Thema. In einer Welt, die von Reizüberflutung und ständiger Beleuchtung geprägt ist, bietet der Wald einen Gegenpol, der die mentale Gesundheit fördern kann. Daher wird weltweit verstärkt erforscht, wie die Natur, einschließlich des Waldbadens, positive Auswirkungen auf die mentale Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden haben kann.

    Kurzanleitung zum Waldbaden

    Wie funktioniert Waldbaden denn jetzt genau? Wenn sich Waldbaden bis hierhin spannend für dich angehört hat, kannst du dies alleine oder in einer Gruppe ausprobieren. Es gibt Angebote für geführte Waldbaden Erfahrungen – einfach mal in deiner Nähe suchen oder mit einem Entspannungsurlaub verbinden. Wenn du lieber alleine Waldbaden möchtest, dann plane deinen Ausflug so, dass du mit allen Sinnen in die Natur eintauchen kannst.

    Tipps & Inspirationen zum Waldbaden

    1. Such dir einen Wald aus in dem du dich wohlfühlst und wo nicht allzu viel los ist.

    2. Schalte dein Handy aus, um die Erfahrung ohne Ablenkung genießen zu können.

    3. Packe dir Material ein, wie eine Hängematte, Picknickdecke, Yogamatte, eventuell ein Handtuch oder dein persönliches Soul Food und vor allem was zu trinken.

    4. Komm erstmal an und mach es dir gemütlich. Fokussiere dich dann auf die Geräusche des Waldes. Auf die Geräusche der Äste und Blätter die sich mit dem Wind im Einklang bewegen und auf die Geräusche von Insekten, Eichhörnchen und anderen Waldbewohnern. 

    5. Verfolge Bewegungen entspannt und wertfrei mit deinen Augen, als würdest du die Momente mit deinen Augen filmen.

    6. Spüre die Energie der Bäume und Natur um dich herum verstärkt durch Yoga und Meditationen.

    7. Als weitere Sinnesübung fehlt noch das Berühren. Ertaste dafür mit den Händen die Baumrinden und das Moos was diese bedeckt, lasse das Wasser aus Bächen durch die Finger gleiten lassen. Oder spring mit nackten Füßen in Pfützen?

    Das Wichtigste ist, die Ruhe und Schönheit des Waldes zu genießen und sich von der Natur inspirieren zu lassen.

    Was tut dir beim Waldspaziergang besonders gut und was ist dein Lieblingsgeräusch im Wald?

    Schreibt's gerne in die Kommentare auch. 😊 Mein Lieblingsgeräusch ist das Rascheln der Blätter bei Wind. Auch wenn der Wind von meinem Hund Scottie erzeugt wurde.

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    Quellen:

    Kotera, Y./Richardson, M./Sehffield, D. (2022). Effects of Shinrin-Yoku (Forest Bathing) and Nature Therapy on Mental Health: a Systematic Review and Meta-analysis, online verfügbar: hier

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